Script support IE Browser

HBG Live

Was bei uns so abgeht

Heinrich Böll – Wofür stand unser Namensgeber?

böll1

Viele von uns laufen täglich durch das Heinrich-Böll-Gymnasium, aber habt ihr euch schon mal gefragt, wofür Heinrich Böll stand?

Heinrich Böll wurde 1917 in Köln geboren und starb 1985 in der Eifel. Er erlebte den Zweiten Weltkrieg als Soldat und verfasste seine Erfahrungen später als Schriftsteller. So gewann er 1972 sogar den Literaturnobelpreis. Er hat viel über das Leben nach dem Krieg geschrieben und hat sich dabei in seinen Büchern immer wieder für Gerechtigkeit, Menschlichkeit, Frieden und Freiheit eingesetzt. Besonders wichtig war für ihn, dass jeder Mensch mit Respekt behandelt wird, egal wer er oder sie ist. Außerdem war Böll ein kritischer Beobachter seiner Zeit. Er war sehr kritisch gegenüber Krieg, Gewalt und unfaire Berichterstattung der Medien über die Menschen. In Romanen wie „Die verlorene Ehre der Katharina Blum“ oder „Ansichten eines Clowns“, zeigt er wie leicht Menschen durch Vorurteile und Hetze verletzt oder ausgegrenzt werden können. Damit wollte er die Gesellschaft zum Nachdenken bringen und für mehr Mitgefühl aufmerksam machen.

So stammt auch aus unserem Schulprogramm ein Zitat von ihm: „Die Menschen sind nicht überall gleich, sondern überall sind Menschen, deren Menschwerdung gerade erst begonnen hat“. Dies ist auch auf der zweiten Seite unseres Schulprogramms zu finden. Es zeigt die Ansichten Bölls und auch der Schule sehr gut. Denn es sagt, dass die Unterschiede nicht zwischen den nationalen Gegebenheiten liegen, sondern in der menschlichen Fähigkeit zur Entwicklung. Er möchte damit die Einzigartigkeit und das Entwicklungspotenzial eines einzelnen Menschen anerkennen, so wie auch bei uns an der Schule jeder die Möglichkeit hat, sich persönlich weiterzuentwickeln. Das Zitat macht sich stark für eine Haltung der Offenheit und des Respekts gegenüber anderen Menschen und Kulturen. Dies sieht man auch bei uns, denn das Heinrich-Böll-Gymnasium ist eine „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Außerdem gibt es einmal im Jahr an unserer Schule den Projekttag zum Thema „Rassismus und Zivilcourage“, an dem wir uns genau mit diesen Themen beschäftigen. Darüber hinaus gibt es an unserer Schule auch noch weitere gemeinnützige Projekte, wie zum Beispiel das Projekt „Shangilia“, bei dem man sich für die Förderung der Kinder in Kenia einsetzt.

So findet das Thema an unserer Schule immer einen Platz und genau solche Werte wie Böll, wollen wir auch an unserer Schule vertreten: Respekt, Freundlichkeit, Fairness, Rücksichtnahme und ein friedliches Miteinander. Wenn wir respektvoll miteinander umgehen, Verantwortung übernehme und uns für andere einsetzen, leben wir genau die Werte, die Böll so wichtig waren. Viele Themen, die Böll damals schon wichtig waren, sind heute noch genauso aktuell.

So wird klar: Der Name Heinrich Böll ist an unserer Schule nicht nur eine Erinnerung an ihn, sondern auch Programm für unseren Alltag und er erinnert uns daran, dass jeder die Welt besser machen kann.