
Die Verwendung von iPads in der Schule stellt aktuell ein Thema dar, zu dem die Meinungen gespalten sind. Dennoch lässt sich eine starke Tendenz im Meinungsbild erkennen.
Verlauf
Die iPads sind für alle Oberstufenschüler am HBG vorgesehen. Eigentlich sollten wir die iPads nach den Sommerferien bekommen, allerdings gab es Probleme bezüglich der Bestellungen der iPads, der Hüllen und der Stifte. Als die iPads dann schließlich kamen, musste jedes einzelne personalisiert werden und die Sperren und Freischaltungen eingerichtet werden, dies dauerte seine Zeit. Als wir die iPads bekamen wurde alles sehr geordnet nach Alphabet geregelt und jeder bekam das, was für ihn vorgesehen war, jede Seriennummer musste passen. Jetzt haben wir die iPads seit circa einem Jahr.
Vorteile
Die Verwendung von iPads in der Schule bringt einige Vorteile mit sich, die den Alltag als Schülerin und Schüler erleichtern können.
Wenn man etwas zuhause oder im Unterricht aufschreiben möchte, ist man mit dem iPad deutlich flexibler als auf die herkömmliche, analoge Weise durch Funktionen wie Verschieben von Texten, wenn man etwas ergänzen möchte oder das Kopieren/ Ausschneiden von Elementen, falls man etwas nochmal oder an einer anderen Stelle benötigt. Dadurch lassen sich Dokumente präziser und effizienter erstellen.
Auch Funktionen wie ein Zugriff auf das Internet für schnelle Internetrecherchen oder um an Wörterbücher oder Rechenhilfen zu gelangen, sowie das Mikrophon können nützlich sein. Die iPads besitzen auch Programme für Geometrie. Außerdem gibt es verschiedene Simulationen zur Veranschaulichung von Unterrichtsmaterialien sowie Apps zur Erstellung von Präsentationen. Mithilfe der Kamera lassen sich beispielsweise Filme drehen für beispielsweise Theaterstücke oder um Experimente o.Ä. zu dokumentieren.
Die Barrierefreiheit kann das Lernen im Unterricht für z.B. Schülerinnen und Schüler mit Sehschwäche erleichtern und sie mehr im Unterricht integrieren.
Da die iPads die Schnellhefter, Hefte und teilweise auch Bücher ersetzen, müssen die Schülerinnen und Schüler einerseits nicht mehr so viele Materialien zur Schule mitnehmen, was zu einem leichteren Rucksack und der Vorbeugung von Rückenbeschwerden führt und sind andererseits deutlich sortierter, da es nicht mehr zu dem Problem von verlorenen oder unsortiert herumfliegenden Blättern kommt, welches wahrscheinlich jeder Schüler bereits erleben musste.
Dateien lassen sich unter den Schülerinnen und Schülern einfach herumschicken, was z.B bei dem Fall dass ein Schüler oder eine Schülerin gefehlt hat und so die Materialien nicht erhalten hat oder beim Vergleichen von Ergebnissen von Nutzen ist. Auch das Vorstellen von Arbeitsergebnissen ist leichter mithilfe der iPads, da der Schüler oder die Schülerin sich direkt mit dem Beamer oder der neuen digitalen Tafel verbinden kann, damit die Klasse den Bildschirm des jeweiligen Schülers oder der Schülerin sehen kann.
Die digitalen Kompetenzen der Schülerinnen oder Schülern werden verbessert, da sie den verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien lernen, was in der Zukunft für Studium und Beruf noch nützlich sein kann.
Auch Umwelttechnisch sind die iPads eine Bereicherung, da große Mengen von Papier eingespart werden können, da Arbeitsblätter digital als Dateien verschickt statt für jeden Schüler und jede Schülerin kopiert werden.
Nachteile
Natürlich bringen die iPads auch ein paar Nachteile mit sich. Zum einen hat man natürlich das Problem mit den Akkus, die schnell leer sind, was vor
allem im Unterricht zu einer Herausforderung werden kann, da es viele Situationen gibt in denen man keine Möglichkeit hat das iPad zu laden aufgrund von nicht vorhandenen oder nicht aktivierten Steckdosen in den Räumen oder aber weil man gerade etwas mitschreiben muss und der Stift leer ist. Auch wenn man den Stift mit dem iPad laden kann, hat man oft kein Kabel griffbereit bzw. der Sitznachbar oder die Sitznachbarin hat keins dabei oder benutzt es gerade selbst.
Ein anderer Punkt ist die Gesundheit. Die iPads schaden aufgrund der Bildschirmgröße unseren Augen und man kann dadurch Kopfschmerzen bekommen je nachdem wie viel man mit dem iPad gearbeitet hat. Man kann dies aber verhindern. Man kann erst mal kleine Änderungen an den Einstellungen vornehmen wie zum Beispiel Night Shift anschalten.
Night Shift verringert den Anteil des Blaulichts im Bildschirm, dadurch wirken die Farben wärmer und die Augen werden geschont. Die Helligkeit zu reduzieren hilft auch oft, da die Augen nicht so belastet werden, außerdem spart das dann wiederum Akku. Für diejenigen, die sehr große Probleme damit haben und denen die Einstellungen des iPads nicht genügen, kann ich eine Brille mit Blaulichtfilter empfehlen, diese sind extra für Benutzer die viel mit Bildschirmen arbeiten und Probleme damit haben. Für die Brillenträger unter euch istes möglich eure nächste Brille direkt neben der Sehstärke auch mit einem Blaulichtfilter auszustatten, ohne eine zweite Brille anschaffen zu müssen. Wenn man sich keine Brille anschaffen möchte, weil man sie nicht tragen will oder weil es einfach keine passende gibt, die einem gefällt, kann man auch zwischendurch Pausen einlegen und eine Aufgabe auf Papier erledigen um die Augen ein wenig zu entlasten.
Unsere Meinung
Persönlich sehen wir die Nutzung der iPads in der Schule als Bereicherung an, da es die Vorteile die das iPad mit sich bringt gegenüber den Nachteilen überwiegen.
Auch wir hatten mit dem iPad bereits die Hauptprobleme, dass wir es zuhause vergessen habe oder vergessen habe darauf zu achten wie viel Akkuladung es noch besitzt. Auch der Stift war bereits zweimal im Unterricht leer, aber diesen kann man mit einem Ladekabel, welches man zum iPad mitbekommt direkt am iPad problemlos laden.
Das Erstellen von Dokumenten funktioniert mit dem iPad deutlich flexibler durch die Bearbeitungsfunktionen und es entstehen übersichtlichere und ordentlichere Ergebnisse.
Wir denken auch dass es einfacher geworden ist Materialien vorzustellen und habe den Eindruck gewonnen dass einige Schüler sich dadurch häufiger bereiterklären ihre Materialien zu präsentieren als vor der Verwendung der iPads.
Als wir noch keine iPads hatten, fanden wir manchmal bestimmte Blätter nicht wieder, was daran lag, dass unsere Materialien unsortiert waren oder wir diese zuhause vergessen haben. Dieses Problem wurde mit der Einführung der iPads behoben, da alle Materialien sich auf dem iPad befinden, so dass man nicht bestimmte zuhause vergisst und da das Sortieren auf den iPads sehr einfach ist.
Für uns stellt der Klimaschutz außerdem ein bedeutendes Thema dar und wenn wir daran zurückdenke welche Mengen an Papier vor der Benutzung der iPads regelmäßig jedem Schüler ausgeteilt wurden, sind die iPads umwelttechnisch gesehen ein guter Schritt. Probleme mit Augen-oder Kopfschmerzen haben wir bis jetzt noch nicht wahrgenommen, auch nach langem Arbeiten mit den Geräten.
Abschließend sind wir der Meinung, dass die iPads das Schulleben erheblich erleichtern und nahezu ausschließlich Vorteile mit sich bringen, solange man darauf achtet es nicht zuhause zu vergessen und es immer aufgeladen mitbringt.
Weitere Meinungen
Meinungen der Schüler*innen:
„Die iPads sind eine super Sache“ ~ Julian S. Q1
„Sie machen vieles einfacher und leichter“ ~Felix M. Q1
„Die iPads sind auf Dauer umweltfreundlicher und effizienter als Papier“ ~ Benjamin S. Q1
„Also an sich finde ich, dass die iPads quasi nur Vorteile mit sich bringen. Das einzige was ich bei mir gemerkt habe, ist, dass ich manchmal an einem langen Tag an dem ich mit den iPads gearbeitet habe, Augenschmerzen bekommen habe. Ich habe dann häufig einfach angefangen mit Stift und Papier weiterzuschreiben.“ ~ Aaron R. Q1
„Ja, finde ich gut die iPads sind sehr praktisch.“ ~ Arkan Ö. Q1
„Mir gefällt es gut, mit den iPads zu arbeiten. Es ist geordneter und sieht besser aus. Nur geht mein Apple Pencil irgendwie voll schnell leer.“ ~ Siena E. Q1
„Ich freue schon auf die iPads in der Oberstufe“ ~Ilias 8c
Meinungen der Lehrer*innen:
„Find' ich gut“ ~ Herr Patzelt
„ sehr praktisch, man kann viel mehr machen, mehr Eigenverantwortung“ ~ Herr Breuer
„Kann praktisch sein um größere Dateien zu schicken, schlecht fürs Gehirn, hat Vor und Nachteile, eher schlecht für die Entwicklung des Gehirns“ ~ Frau Ossey