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Die Pause mehr als nur fünfzehn Minuten Freiheit

Pause Zeitung Simon

Wenn die Pause endlich anfängt, ist die Schule plötzlich wieder laut. Für viele Schülerinnen und Schüler ist sie der wichtigste Teil des Schultags. Doch was macht die Pause eigentlich so besonders und warum ist sie viel mehr als nur eine Unterbrechung zwischen zwei Unterrichtsstunden? Zunächst einmal erfüllt die Pause eine ganz grundlegende Funktion nämlich die Erholung. Nach 45 oder sogar 90 Minuten konzentriertem Zuhören, Mitschreiben und Mitdenken braucht unser Gehirn eine Auszeit. Studien zeigen, dass regelmäßige Pausen die Konzentrationsfähigkeit verbessern und Stress reduzieren. Auch wenn viele von uns in der Pause nicht bewusst entspannen, sondern herumrennen, lachen oder diskutieren genau das hilft dabei, den Kopf frei zu bekommen. Ohne Pausen wäre Schule kaum vorstellbar. Doch Pausen sind nicht nur wichtig für den Kopf, sondern auch für den Körper. Endlich aufstehen, sich bewegen, frische Luft schnappen, all das ist im Unterricht nicht möglich. Besonders der Schulhof wird in der Pause zu einem Ort voller Bewegung: Fußballspielen, Fangspielen, Spaziergänge mit Freundinnen und Freunden oder einfach nur Herumsitzen auf Bänken. Gerade in Zeiten, in denen viele Jugendliche viel Zeit am Handy oder Computer verbringen, sind diese kurzen Bewegungseinheiten besonders wichtig. Ein weiterer zentraler Aspekt der Pause ist das Soziale. Während im Unterricht meist Regeln gelten wie sich melden, leise sein, still sitzen, ist die Pause der Raum für freie Gespräche. In dieser Zeit pflegen wir Schülerinnen und Schüler unsere Freundschaften, klären Konflikte und tauschen Neuigkeiten aus. Wer mit wem zusammensteht, sagt oft mehr über die sozialen Strukturen der Schule aus als jede Sitzordnung im Klassenzimmer. Für viele ist die Pause der Moment, an dem sie sich wirklich als Teil der Schulgemeinschaft fühlen. Ein häufig diskutiertes Thema ist die Länge der Pausen. Reichen zehn oder fünfzehn Minuten wirklich aus? Viele Schülerinnen und Schüler sagen klar: nein. Bis man aus dem Klassenraum draußen ist, etwas gegessen hat und Freunde gefunden hat, ist die Hälfte der Zeit oft schon vorbei. Besonders die große Pause wird deshalb als Highlight des Tages gesehen. Manche Schulen experimentieren bereits mit längeren Pausen oder zusätzlichen Bewegungszeiten – mit positiven Rückmeldungen. Auch das Essen spielt in der Pause eine große Rolle. Das Pausenbrot und die Snacks vom Kiosk (auch wenn im Moment eingeschränkt) sind für viele unverzichtbar. Trotzdem bleibt oft wenig Zeit zum Essen, was dazu führt, dass Mahlzeiten hastig heruntergeschlungen werden. Eine entspannte Pausengestaltung könnte hier nicht nur den Stress reduzieren, sondern auch zu gesünderen Essgewohnheiten beitragen. Nicht zu vergessen ist die Rolle der Pause für die Kreativität. In keiner anderen Zeit entstehen so viele Ideen, Witze, Insider und Pläne wie zwischen zwei Unterrichtsstunden. Ob es um das nächste Klassenprojekt, das Wochenende oder einfach nur um lustige Beobachtungen geht in der Pause dürfen Gedanken frei fließen. Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Pause ist weit mehr als eine Unterbrechung des Unterrichts. Sie ist Erholungsraum, Bewegungszeit, sozialer Treffpunkt und kreativer Freiraum zugleich. Vielleicht lohnt es sich, ihr im Schulalltag mehr Aufmerksamkeit zu schenken, denn ohne Pausen wäre Schule nicht nur anstrengender, sondern auch deutlich langweiliger.

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